Wahltermin
1. März 2020 08.00 -18.00 Uhr

Über mich

Mein Lebenslauf ist bisher nicht ganz so verlaufen, wie es sich meine Eltern bei meiner Geburt vorgestellt hatten. In der Politik ist mein Lebensgang auch eher exotisch. Da sind ja Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal die gängige Biographie. Deshalb habeich mein Leben in einem Überblick zusammengestellt.

Meine berufliche Karriere lässt sich als Unternehmerin in 2 Zeilen ausdrücken. Was meinen Arbeitsplatz angeht, war ich immer sehr konservativ:
1991-2014 Geschäftsführende Inhaberin Ost-West Kontaktservice Ltd., St. Petersburg 2013-heute Geschäftsführende Inhaberin STS Service UG (vorher Indi Travel), Langen 

Die 23 Jahre im Tourismus war ich immer Saisonarbeiter und hatte in den langen, dunklen russischen Wintern Zeit neben meiner Firma mich auch aktiv zivilgesellschaftlich für eine bessere Welt einzusetzen. So, wie ich das auch heute in Deutschland mache.

2013 bin ich Mitglied der Gründungs-AfD geworden und beim ersten Rechtsruck 2015 wieder ausgetreten. Seitdem bin ich Mitglied der LKR. Die Kleinpartei vereint die Eurokritiker um Bernd Lucke herum. Letztes ahr habe ich zusammen mit anderen ein parteiübergreifendes Bündnis 21 zur Durchsetzung von Compliance-Regeln für Politiker ins Leben gerufen: die Pinkwesten.
Pinkwesten

Mein Leben

Zusammenfassend würde ich mein Leben folgendermaßen formulieren:
Immer auf neuen, bisher nicht gegangenen Wegen, unternehmerisch und innovativ
mit etwas mehr Vision für einen bessere Gesellschaft als viele andere.

Steffi beim Schachspielen mit dem Opa

Kindheit

1970 in Frankfurt/M. geboren mit dem Mädchennamen Weber, in einer ganz normalen deutschen Akademikerfamilie. Meine Mutter ist Lehrerin für Englisch und Geographie und mein Vater Professor für ev. Theologie und Religionswissenschaften.
1976 Einschulung auf die Peter-Petersen-Schule in Frankfurt-Eschersheim.
1979 durch Umzug meiner Eltern wechsle ich auf die Grundschule in Mörfelden.
1980 komme ich auf die Gesamtschule Mörfelden-Walldorf.
1984 verbringe ich während eines Auslandssemester meines Vaters das erste Mal monatelang im Ausland. Ich gehe das Halbjahr in Indien zur Schule, wir leben unter anderem auch im Kloster.
1985 wechsle ich auf eigenen Wunsch aufs Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.
1987 ziehe ich von zuhause aus. Für meine Eltern zu früh, für meinen Drang nach Selbstständigkeit gerade richtig.
1988 fahre ich während der Sommerferien alleine mit meinem Auto in 6 Wochen um die Ostsee und komme auf diesem Weg das erste Mal in die UdSSR.
1989 Abitur, Immatrikulation an der Universität Frankfurt, Fachbereich Philosophie, weitere Reisen in UdSSR.
1991 immatrikuliere ich mich direkt für Philosophie an der staatlichen Universität in Leningrad und ziehe während des Putsches im August nach Russland.

Arbeit in Russland

1992 gründe ich in St. Petersburg meine Firma Ost-West Kontaktservice, die es bis heute gibt und mich all die Jahre in Russland ernährt hat. Mein Studium schliesse ich nicht ab. Mehr als 10 Jahre war Ost-West unter den Top 3 vom Buchungs- und Auftragsumsatz in St. Petersburg. Ich bin eine der ersten privaten ausländischen Investoren in Russland und habe einen Orden und mehrere Auszeichnungen für den Aufbau der Wirtschaft und insbesondere des Individualtourismus in Russland.
1994 verhelfe Start Amadeus, dem grössten deutschen Buchungssystem für Flugtickets und Hotels weltweit auf den russischen Markt. Alle führenden Flugtickethändler sind von mir ausgestattet worden. Die komplette Struktur habe ich später an Amadeus Russia übergeben.
1996 werde ich Botschafterin der Lomographischen Gesellschaft in Russland. Ich pflege die Beziehung zum russischen Hersteller (LOMO) der legendären Kleinbildkamera LCA (Lomo-Kompakt). Dazu gehörte später auch der Wiederverkauf in Russland und die Verlegung der Produktion nach China.
1998 erwischt mich der russische Staatsbankrott unvorbereitet und innerhalb einer Woche ändert sich meine Lebenssituation von gut verdienender Unternehmerin zum mehrjährigen Schuldenabzahler. Damals habe ich verstanden, dass ich mich mit Politik beschäftigen muss, sonst beschäftigt sie sich mit mir.
2008 überlebe ich die globale Finanzkrise unternehmerisch bestens und vorbereitet auf den weiteren Einbruch der russischen Wirtschaft.
Ausflug mit der Firma

ArbeitEN in Deutschland

2012 treffen mein Mann und ich nach den Präsidentschaftswahlen im März die Entscheidung aus Russland wegzuziehen und kaufen im Herbst unsere Wohnung in Langen. Nach unserer Entscheidung Russland zu verlassen entlasse ich langsam Mitarbeiter und nehme geplant keine Aufträge mehr für meine Firma an.
2013 im Februar ziehen wir um und im März werde ich durch eine zufällige Empfehlung angestellte Geschäftsführerin der deutschen Firma Unitherm GmbH, die auf Grund eines nicht vorhersehbaren Ausfalls des langjährigen deutschen Geschäftsführers von heute auf morgen zweisprachigen Ersatz mit Arbeitserfahrung suchte.
2013 schon zu Beginn des Jahres habe ich meine Firma Indi Travel UG gegründet. Aber erst 2014 ist sie wirklich mein Arbeitsplatz geworden. Unter dem Namen STS-MED begleite ich russische Patienten bei medizinischen Behandlungen in Deutschland und organisieren Unterkünfte, Reisen oder erbringe andere artverwandte Servicedienstleistungen.
2017 haben wir die Firma in STS Service umbenannt.
2019 Im Sommer treffe ich die Entscheidung keine weiteren Aufträge mehr anzunehmen und mich die nächsten zwei Jahre lang nur noch der Politik zu widmen.

Ehrenamt

1993 Ich werde Gründungsmitglied des Deutsch-Russischen Austauschs (DRA) in St. Petersburg.
1999 ich organisiere mein erstes Wohltätigkeitsprojekt zusammen mit dem DRA, weil viele alte Menschen im Winter 1998-1999 in St. Petersburg hungern. Meine Mitarbeiter verkaufen den Winter über nicht Reisen, sondern fahren Carepakete aus.
2000 schlägt mir der DRA vor Projektleiterin im Nordkaukasus für ein Hilfsprojekt für tschetschenische Flüchtlinge zu werden. Ich entwickle einen Projektvorschlag für ein Trainingszentrum für Small Business. Das Projekt wird 6 Monate von der EU als TACIS-Projekt finanziert und so erfolgreich, dass der Präsident der Republik Inguschetien das Wirtschaftsministerium anweist es auf ständige lokale Finanzierung umzustellen. Es lebt bis 2004, bis der fürchterliche terroristische Überfall auf die Schule in Beslan den Anti-Terror-Krieg aus Tschetschenien nach Inguschetien verschiebt.
2007 gründen der DRA zusammen mit der Menschenrechtsorganisation Memorial ein neues Trainingszentrum im umkämpften Prigorodny Gebiet in der Republik Osetien. Meine Aufgabe ist es diesmal die Methodologie an die Trainer weiterzugeben. Das Zentrum viele hundert Arbeitsplätze in einer Region mit 70% Arbeitslosigkeit geschaffen. Inzwischen gibt es vier weitere Filialen.
2011 gründe ich die russische Stiftung „Svoe Delo“, um das Zentrum vor dem Stempel "Ausländischer Agent zu retten".
Orden der Anerkennung

Meine BÜcher

2016 leite ich den ersten Flüchtlingskurs der Handwerkskammer Frankfurt und passe meine Methode an Deutschland an. 2019 erscheinen die ersten 2 von insgesamt 6 Büchern, die die Methode beschreiben. Sie sind Fachbücher für Dozenten und Ehrenamtler, die Menschen beim Einstieg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft helfen wollen.
2016 gründe ich mit einem Freund die GroInGermany gUG. Wir werden für 8 Monate Teil des Ankommer-Programms im Social Impact Lab in Frankfurt, das von der KfW gefördert wird. GrowInGermany ist Mitglied im Paritätischen und war für 3 Jahre als Träger beim der AfA zertifiziert.
2019 bringe ich nach 10 Jahren "gutem Vorsatz" endlich meine Methode zu Papier. Mit einem Illustrator, einem Designer, Lektor und vielen fleissigen Helfern aus dem Familien- und Bekanntenkreis schreibe ich insgesamt 6 Bücher.
Die Bücher können Sie in jedem Bücherladen oder online bestellen:
https://tredition.de/autoren/stephanie-tsomakaeva-27372/